Worum geht`s?

Die Mast

Die Henne legt die Eier, der Hahn wird gemästet

So war es einmal. Heute werden in der Hühnermast männliche und weibliche Tiere speziell gezüchteter Mastlinien verwendet. Das einzige Ziel ist die möglichst schnelle Gewichtszunahme innerhalb von ca. 35 Tagen. Bei dieser Qualzucht und Quetschhaltung ist die Schlachtung nach dieser kurzen Zeit unumgänglich, die Tiere würden sonst an ihrer Körperfülle sterben.
Nach neuestem EU-Recht sind jetzt sogar 39 kg / m² erlaubt. Das ist ein offenkundiger Widerspruch zum Staatsziel „Tierschutz“, wie er in unserer Verfassung und dem Tierschutzgesetz verankert ist. Doch der Bundesrat hat diese EU-Bestimmung am 12.06.09 in deutsches Recht umgesetzt.
Eine solche Besatzdichte bedeutet 20 bis 25 Tiere pro Quadratmeter. Artgemäßes Verhalten wie Scharren, Sandbaden, Flügelschlagen und Eigenkörperpflege ist so gut wie ausgeschlossen, ein erhöhtes Sitzen und Schlafen auf Stangen nicht vorgesehen.
Der soziale Stress führt zu Federpicken und Kannibalismus, die hohe Besatzdichte zugleich zur Vermehrung und Verbreitung von Krankheitskeimen, die schnelle Gewichtszunahme zu Beinschwäche, Lahmheiten und Fussballenerkrankungen. Am Ende liegen die Tiere nur noch dicht gedrängt.
Eine Mistung während der Mastperiode entfällt. Die Einstreu (Hobelspäne oder Stroh) ist bereits nach kurzer Zeit vom Kot der Tiere durchnässt und später zu regelrechten Platten verkrustet. Beißende Ammoniakdämpfe erschweren das Atmen. Eine Sterberate von ca.3% pro Mastperiode ist einkalkuliert.
Nach ca. 35 Tagen kommt das „Einsammeln“ der Masthühner, oft erfolgt es maschinell. Enge Transportkäfige bedeuten ebenfalls gebrochene Beine oder Flügel. Aber ärztliche Behandlung, auch Füttern und Tränken sind vor der Schlachtung aus Profitgründen nicht mehr vorgesehen.

Unsere Bürgerinitiative verurteilt diese Haltungsbedingungen, denn auch Masthühner sind Mitgeschöpfe. Die Rechte von Mensch und Tier bleiben für uns im Wesen eine Einheit!

Die andere Idee vom Umgang mit den Geschöpfen!

Peter Verwey liest ein Buch und seine Hühner schauen zu
Vereinsmitglied Peter Verwey beim Bücherstudium

Hähnchenmäster

Bild von Dirk Weißenborn
Dirk Weißenborn

Lesen Sie den Artikel von Dirk Weißenborn - Totale Abhängigkeit und wirtschaftlicher Ruin

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