Zahlen/Fakten

Weltagrarbericht

Die Erkenntnisse des Weltagrarberichtes und seine Vorschläge für eine Landwirtschaft von morgen

Wissenschaftler machen den Bericht kompakter und verständlicher:

Am 15. April 2008 wurde der Weltagrarbericht vom Weltagrarrat in Paris veröffentlicht. Dieser fordert einen Wandel in der landwirtschaftlichen Forschung, Entwicklung und Praxis, um Hunger und Armut auf der Welt zu bekämpfen. Im deutschsprachigen Raum wird der Bericht allerdings bisher kaum wahrgenommen – unter anderem deshalb, weil es keine offizielle deutsche Übersetzung gibt und das Originaldokument auf mehrere Bereiche verteilt ist. Doch das hat sich nun geändert.

Wissenschaftler der Universität Hohenheim haben die wesentlichen Aussagen des Weltagrarberichtes im Hinblick auf nachhaltige Landnutzung aufbereitet. „Die Vermittlung und Weitergabe von bestehendem Wissen bilden wichtige Instrumente, um sich künftigen Herausforderungen in den Agrarwissenschaften stellen zu können“, sagt Eva Schmidtner vom Institut für Landwirtschaftliche Betriebslehre der Universität Hohenheim. „So ist es zentrales Ziel des Projektes, wesentliche Aussagen und Ergebnisse des Weltagrarberichtes (IAASTD) im Hinblick auf nachhaltige Landnutzung und den ökologischen Landbau kompakt und verständlich aufzubereiten und einen Beitrag zum Wissenstransfer zu leisten. Zielgruppe sind dabei die interessierte Öffentlichkeit sowie Fachleute in Verbänden, Politik, Wissenschaft und Verwaltung, die sich mit der Gestaltung von Politik für eine nachhaltige Landwirtschaft auseinandersetzen.“

Der Weltagrarbericht (auch: Weltlandwirtschaftsbericht) wurde von der UNESCO und der Weltbank in Auftrag gegebenen. Er wurde von 2003 bis 2008 vom Weltagrarrat entwickelt, ausgearbeitet und im April 2008 in Johannesburg veröffentlicht wurde. Der von 400 internationalen Wissenschaftler und von 60 Staaten unterzeichnete Bericht fordert einen Paradigmenwechsel bei der globalen Landwirtschaft. Laut Bericht ist die Welt durch ungleiche Entwicklung, nicht-nachhaltigen Gebrauch der natürlichen Ressourcen, die negativen Auswirkungen des Klimawandels sowie fortgesetzten Nahrungsmangel und Armut gekennzeichnet. Um diesen Problemen wirkungsvoll zu begegnen, schlagen die Autoren des Berichts vor, die landwirtschaftlichen Kleinproduzenten zu stärken, die für ihr lokales Umfeld produzieren.

Die Resultate des Berichts zeigen nach Ansicht des Weltagrarrates einen gangbaren Weg auf, wie der Welthunger besiegt werden kann.

Weitere Informationen zur deutschen Version erteilt die Universität Hohenheim

Institut für Landwirtschaftliche Betriebslehre

Ansprechpartnerin: Eva Schmidtner

Schloss Osthof-Süd, 70593 Stuttgart

Telefon: (07 11) 45 92 25 51

E-Mail: schmidtn@uni-hohenheim.de

Quelle: BBV